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Koserow

Koserow koserow Koserow koserow 300x225Seebad Koserow ist eine Gemeinde auf der Insel Usedom direkt am Ufer der Ostsee und des Achterwassers. Sie wird vom Amt Usedom-Süd mit Sitz in der Stadt Usedom verwaltet. Bis 2005 war die Gemeinde Sitz des Amtes Usedom-Mitte.

Koserow liegt an der schmalsten Stelle der Landenge zwischen Nord- und Süd-Usedom an der Bundesstraße 111, inmitten einer landschaftlich reizvollen Region zwischen der Ostsee und dem Achterwasser. Der Ort liegt direkt an den Hängen des dicht bewaldeten Streckelsberges (etwa 60 Meter über NN). Der größte Teil der Küste von Koserow ist Steilküste, mit dem Streckelsberg als höchstem Punkt. Nur im nordwestlichen Abschnitt, Richtung Zempin, wo sich auch der Hauptstrand und die Seebrücke befinden, flacht die Küste ab.

Koserows Nachbargemeinden sind Zempin im Westen und Loddin im Osten. Zirka 16 Kilometer östlich der Gemeinde liegt das Seebad Ahlbeck und sechs Kilometer westlich liegt Zinnowitz. Bahntechnisch ist Koserow über die Strecke Züssow–Wolgaster Fähre–Swinemünde erreichbar. Die Strecke wird von der Usedomer Bäderbahn bedient. Von 1911 bis 1945 bestand eine Bahnanbindung von Ducherow über die bei Kriegsende teilweise zerstörte Karniner Brücke im Süden der Insel.

Koserow wurde 1347 erstmals urkundlich erwähnt, die Kirche ist aber älter. Der Name „Cuzerowe“ stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie (Ort der) Amsel (= Kos) oder möglicherweise auch Ziege (= Koze). Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg geplündert und die Kirchenglocke wurden verschleppt – man fand sie später in der Swine wieder. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 geriet Vorpommern und somit auch der Ort Koserow unter schwedische Herrschaft, nachdem der Ort vorher zum Herzogtum Pommern gehörte. Nach dem Frieden von Stockholm vom 1. Februar 1720 wurde die Insel Usedom und somit auch der Ort Koserow preußischer Besitz. Nach der Verwaltungsreform 1815 kam Koserow zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin.

Im Jahr 1820 wurden die ersten Salzhütten gebaut, um den gefangenen Fisch zu konservieren. Koserow zählte damals zu den ärmsten Gemeinden auf Usedom. Mehrere Sturmfluten trafen den Ort, so wurde bei dem verheerenden Ostseesturmhochwasser 1872 in der Nacht vom 12. zum 13. November die Insel Usedom zwischen Zempin und Koserow durchbrochen. Das Vorwerk Damerow wurde schwer beschädigt. Als im Februar 1874 eine schwächere Flut einsetzte, wurde das Vorwerk Damerow total zerstört und aufgegeben, weil auch große Mengen Treibsand von den Dünen zum Hinterland aufgespült wurden. Der Durchbruch wurde zwar alsbald beseitigt und später ein Damm von Zempin nach Koserow gebaut, aber erst in der neueren Zeit wurde eingedenk der damaligen Fluthöhe von bis zu 3,5 Meter der Deich mehr befestigt und erhöht. Erst danach wurde an Stelle des ehemaligen Vorwerks Damerow ein Forsthaus errichtet (heute Hotelanlage).

Am 1. Juni 1911 erhielt Koserow einen Bahnanschluss. Im Zweiten Weltkrieg wurde die damalige Seebrücke im Eiswinter zerstört. Seit 1993 verfügt die Gemeinde wieder über eine neue Seebrücke. Im selben Jahr erhielt Koserow den Titel „Staatlich anerkanntes Seebad“. In der Zeit des Nationalsozialismus bestand in Koserow eine Gauschule der NSV.

Von 1945 bis 1952 bildete die Gemeinde, mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil des Landkreises Usedom-Wollin, den Landkreis Usedom im Land Mecklenburg. Dieser ging im Jahr 1952 im Kreis Wolgast im Bezirk Rostock auf.

Die Gemeinde gehört seit dem Jahr 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern. Von 1994 bis 2011 gehörte sie zum Landkreis Ostvorpommern, welcher am 4. September 2011 im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufging.

Gegen den starken Küstenrückgang wurde Ende des 19. Jh. am Fuße des Streckelsbergs eine mehrere 100 Meter lange Uferschutzmauer errichtet. Diese punktuelle Lösung führte jedoch an den angrenzenden Küstenabschnitten zu verstärkter Erosion und zu einer Störung des natürlichen Profils der Schorre. Das Bauwerk hatte dennoch ein Jahrhundert lang Bestand. Erst in den 1990er Jahren wurde die inzwischen stark beschädigte Mauer entfernt. Als alternative Lösung, welche die Dynamik des gesamten Küstenbereichs stärker berücksichtigen sollte, wurden in einer Entfernung von 200 Metern von der Küste drei jeweils 200 Meter lange Wellenbrecher aufgeschüttet. Unterhalb des Streckelsbergs wurde Sand aufgespült und eine 615 Meter lange flache Schwergewichtsmauer errichtet. Damit konnte der Küstenrückgang aufgehalten werden, wenngleich in den angrenzenden Küstenbereichen weiterhin Sedimentdefizite bestehen. Ein weiterer Vorteil gegenüber der alten Brandungsmauer besteht darin, dass dieser Strandabschnitt nunmehr wieder touristisch genutzt werden kann.

(Auszug Wikipedia)

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